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sDIS Intraday Interface

Problemfall Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt in der täglichen Bankpraxis ein wesentliches Risiko- und Chancenpotential dar. Bisher wird in der Regel das Zinsänderungsrisiko täglich zum Handelsschluss ermittelt. In einigen Fällen wird auch untertäglich eine Ermittlung des Zinsänderungsrisikos vorgenommen. Hierzu wird der Gegenwartswert (Barwert) aller noch ausstehenden Zahlungen auf der Basis der aktuellen Zinsstrukturen ermittelt. Angesichts der Änderungsmöglichkeiten dieser Zinsstrukturen im Tagesverlauf und der zu den Haupthandelszeiten hohen Menge an eingestellten Zahlungsinformationen stellt die Aufgabe der zeitnahen Ermittlung des Zinsänderungsrisikos hohe Anforderungen an die Skalierbarkeit und Stabilität einer Lösung.
In dem konkreten Projekt wurde die erste Version des Standardprodukts sDIS Intraday der Firma GILLARDON AG financial software zur zeitnahen Messung des untertäglichen Zinsänderungsrisikos in Zusammenarbeit mit den Pilotkunden erstellt.
Die Aufgabe der REIMERS CONSULT GmbH bestand in der technologischen Betreuung des Projekts sowie in der Schaffung der standardisierten Zufuhr sDIS Intraday Interface von Geschäftsvorfall- und Marktdaten aus den Systemen des Pilotkunden.

Anforderungen

Die Notwendigkeit einer zeitnahen Messung des untertäglichen Zinsänderungsrisikos ergibt sich aus den Mindestanforderungen an das Betreiben von Handelsgeschäften der Kreditinstitute des Bundesaufsichtsamts für das Finanzwesen unter anderem aus folgenden Punkten:
  • 3.2 Risikolimitierung Abs. 7: "Es ist sicherzustellen, dass alle Handelsgeschäfte unverzüglich auf die einschlägigen Limite angerechnet werden und jeder Händler über die für ihn relevanten Limite und deren Ausnutzung zeitnah informiert ist."
  • 4.1 Handel Abs. 3: "Jedes Geschäft ist sofort zur Ermittlung der jeweiligen Position im Handel zu erfassen (Fortschreibung der Bestände)"

Lösungsansatz

Die Basis für den gewählten Lösungsansatz bildete eine Reihe von Kundenvorgaben:
  • Die Nutzung bereits vorhandener finanzmathematischer Kernsysteme sollte angestrebt werden. Die Wahl fiel auf das Dispositions- und Simulationsprogramm sDIS der Firma GILLARDON AG financial software.
  • Eine automatische Datenzufuhr über Standardschnittstellen. Hier wurde das Produkt IBM MQ Series aufgrund seiner hohen Verfügbarkeit und breiten Plattformbasis gewählt. Die standardisierte Datenzufuhr ermittelt Daten aus einer Vielzahl von Datenbeständen bis hin zu Microsoft Access-Datenbanken.
  • Die Informationsbereitstellung von Limitüberschreitungen und Statusmeldungen soll über E-Mail-Standardsysteme erfolgen.
  • Der Tagesbetrieb soll vollautomatisch erfolgen.
  • Es soll ein begrenzter Investitionsaufwand zur Erfüllung der Mindestanforderungen bei gleichzeitigem Zusatznutzen für den Handel darstellen.
  • Die Lösung soll in den Bereichen Geldhandel und Zentraldisposition einsetzbar sein.

Lösung


In der realisierten Lösung werden über Datenschnittstellen Zinskurven und Zahlungsstromsegmente zugeführt. Die Zahlungsstromsegmente werden zu Gesamtzahlungsströmen zusammengefasst und bewertet.

Durch Konfiguration werden im System Grenzen definiert, die bei Erreichen der jeweiligen Grenze zu festgelegten Informationsereignissen führen. Es sind Intraday-Limits, Intraday-Stichpunkte, Tagesabschlusslimits und Tagesabschlussschwellwerte implementiert. Jeder der hinterlegten Werte trägt ein Klassifizierungsattribut. Anhand dieses Klassifizierungsattributs wird aus einer Tabelle die zugehörige Informationsaktion gewählt. Die Informationsaktionen ermöglichen sowohl eine Änderung der Bildschirmdarstellung als auch einen Eintrag in einer Protokolldatei. Zusätzlich wird eine Nachricht an eine am Grenzwert hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet. Die Tagesabschlussbewertung erfolgt einerseits durch manuellen Anstoß am Tagesende und einer automatisierten Tagesendbewertung.

Das Zinsänderungsrisiko wird durch Barwertsimulation unter Spread ermittelt. In der ersten Version wurden als Risikoparameter parallel Spreads festgelegt. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Risikobewertung auf Basis beliebiger Spreads ermöglicht werden.

Zu konfigurieren sind neben den Grenzwerten (Intraday-Limits, Intraday-Stichpunkte, Tagesabschlusslimits, Tagesabschlussschwellwerte) auch Risikoparameter (Spreads), Portfolios und Portfoliohierarchie, Informationsaktionen und Benutzerberechtigungen.

In den Protokolldaten werden Limitüberschreitungen, das Erreichen von Stichpunkten und Schwellwerten, sowie jede Änderung der Konfigurationsdaten festgehalten.

Technische Informationen

Unterstützte Datenbankprodukte
  • Sybase Adaptive Server Enterprise Version 12.0 oder 12.5
Systemumgebung
  • Microsoft Windows 2000 oder Microsoft Windows XP

 

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